Conrads Liste mit Erfolgen und Abenteuern auf der ganzen Welt macht ihn zu einem der größten Entdecker seiner oder vielleicht sogar aller Generationen. Von großen Wänden über arktische Gebirgsmassive bis zu 8.000 Meter hohen Gipfeln – seine Fähigkeit, sich an alle Bedingungen und Stile des Kletterns anzupassen, ist einzigartig und erstreckt sich über die letzten vier Jahrzehnte. Conrad lebt mit seiner Frau Jenny und den 3 Söhnen in Bozeman, Montana (USA), und arbeitet an verschiedenen philanthropischen Projekten auf der ganzen Welt.

F:
 
Was geht dir morgens beim Aufwachen vor dem Klettern durch den Kopf?
 
A:
 
Ich schaue zuerst aus dem Fenster, um das Wetter abzuschätzen. Welche Jahreszeit haben wir? Ist es windig und kalt? Ist es sonnig und windstill? Die Entscheidung hängt also von der Jahreszeit und dem Wetter ab. Im Winter sind Eisklettern und Skifahren angesagt. Im Frühling, Sommer und Herbst heißt es Klettern und Traillauf. Wenn ich unterwegs bin oder es draußen regnet, gehe ich in ein Kletterzentrum. Sobald das Wetter gecheckt ist, schaue ich, wie viel Zeit ich habe.
 
F:
 
Wo gehst du am liebsten klettern?
 
A:
 
Wenn ich zu Hause bin, bietet der Gallatin Canyon mehr als genug Abenteuer. Eisklettern in Hyalite, Klettern in Gallatin und oben am Bozeman Pass. Bei fünf verschiedenen Felsarten kommt nie Langeweile auf.
 
F:
 
Wenn du etwas besser machen könntest, was wäre das?
 
A:
 
Ich wäre etwas netter.
 
F:
 
Wer sind deine Helden? Zu wem schaust du auf?
 
A:
 
Jeder, der nicht aufgibt. Wir alle haben diese Fähigkeit in unserem Leben. Das Talent zu nutzen, mit dem wir geboren sind, und Entschlossenheit sowie Bereitschaft aufzubringen und es nach einem Misserfolg erneut zu probieren, ist eine ganz besondere Eigenschaft. Wenn es eine Person wäre – Sir Edmund Hillary. Nach der Besteigung des Everest hat er seine Aufmerksamkeit darauf gelegt, anderen zu helfen. Alle Kletterer stehen in seiner Schuld. Er hat die Messlatte gesetzt. Und er hat sie hoch gesetzt.
 
F:
 
Gibt es eine Hassliebe in Bezug auf deine Aktivitäten und kannst du sie beschreiben?
 
A:
 
Ich liebe das Hochgefühl, in den Bergen zu sein, auf einem Gipfel. Es ist lebensbejahend. Ich lebe und lebe im Moment. Der Verlust – sowohl persönlich als auch in unserer Gemeinschaft – ist der schlimmste Teil. Die Schmerzen, die Überlebende zu ertragen haben, sind eine große Herausforderung.
 
F:
 
Wenn du irgendeine Person auf der Welt (tot oder lebendig) mit dir nehmen könntest, um das zu tun, was du liebst, wer wäre es?
 
A:
 
Für mich wäre es das größte Erlebnis, einen Tag mit Thomas Edison auf einer moderaten Strecke in den Bergen zu wandern. Ich würde ihm von den technologischen Fortschritten seit seiner Erfindung des elektrischen Lichts erzählen, z. B. Handheld-Computer. Mich würde sehr interessieren, wie er darauf reagiert und den heutigen Stand der Technik versteht. Ich würde ihn fragen, wie er die Herausforderungen der Menschheit in den nächsten 200 Jahren angehen würde. Ein bisschen von seiner glänzenden Kreativität zu bekommen, wäre fantastisch.
 
F:
 
Welchen Beruf hättest du, wenn du nicht das tun würdest, was du gerade machst?
 
A:
 
Ich würde Naturwissenschaften in der 4. und 5. Klasse unterrichten.
 
 YETI SPIEGELT MEINE OBSESSION FÜR QUALITÄT UND LANGLEBIGKEIT WIDER. 

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